Autor Thema: Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop  (Gelesen 1022 mal)

Hawk02

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Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop
« am: 25. September 2012, 12:39:33 »
Hallo,
einige von euch haben sicherlich dan Beitrag schon gelesen:
http://www.brueckenkopf-online.com/?p=65713

Ich schon.
Die die ihn noch nicht gelesen haben können dies ja tun.

ich fand ihnn sehr interessant und muss auch zugeben das er einige meiner Ansichten verändert, bzw. neue Betrachtungsweisen geöffnet hat.

Mich würde auf jeden Fall mal eure Meinung dazu interessieren, wie steht ihr zu dem Ganzen und welche Ideen, Möglichkeiten, etc. seht ihr daraus.

MfG Frank.
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Failix

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Re: Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop
« Antwort #1 am: 25. September 2012, 14:24:33 »
Ich stimme dem Artikel zu. Inzwischen ist der Bedarf an Tabletops bei den Tabletoppern deutlich gedeckt. Viele Spieler haben keinerlei Interesse daran, ein neues Spiel anzufangen, oder sehr große Hemmschwellen. Das kann man hier im Forum beobachten, wenn man sich die Diskussion zu Dropzone Commander ansieht. Früher hätten wir (die wir im Forum aktiv und offen für neues sind), erstmal zugegriffen und das Spiel ausprobiert. Jetzt kommt eher "Erstmal warten, wie es sich etabliert".
Denn und das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt. Keiner will ein Spiel anfangen, dass er am Ende aufgrund mangelnder Spieler nicht spielen kann. Darum sterben Systeme wie Dystopian Wars, Freebooters Fate usw. recht schnell weg. Wenn du nur 3 Leute hast, die das überhaupt spielen, muss nur einer wegfallen, damit die komplette Spielergruppe tot ist. Immer nur gegen den gleichen ist langweilig. Am Ende sind das so kleine Spielergruppen, die jeweils nur bei sich zuhause rumhängen und dort die Spiele machen.
Darum ist es mMn auch extrem schwer, einen kompletten Neuling für so ein System anzuwerben. Diese gehen viel eher zu den allgegenwärtigen Marktriesen. Gerade GW hat da mit den Romanen und den PC-Spielen große Vorarbeit geleistet. Imho sind 99.9% aller Anfänger bei GW. Erst wenn die ein paar Jährchen gespielt haben und davon die Schnauze vol haben, schaffen vielleicht 3% den Absprung zu kleineren Systemen. Eigentlich ernähren sich die kleinen Firmen nur von den Brotkrümmeln, die GW mal fallen lässt. Höchstwahrscheinlich wird sich das auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Die Skirmishsysteme werden sich durchwechseln, weil die auf lange Sicht keine Chance haben und WM/H wird sich (wenn es nicht schon ist) etablieren. GW wird man aber nicht verdrängen können.

Sumpfteufel

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Re: Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop
« Antwort #2 am: 25. September 2012, 20:07:07 »
Moin,

yep. Sehe ich gerade ganz deutlich bei mir.
- 40K bleibt, eben weil es ausreichend Spieler gibt. Man sollte GW durchaus danken bei aller Kritik, weil sie eben auch einen Anlaufpunkt bilden für erste Infos oder reinschnuppern
- FoW mag ich, habe aber schon hier das Problem, einen anderen Fokus zu haben als die meisten anderen Spieler hier. Also muß ich mitmachen, was es eben gibt, oder es lassen
- BFG und Necromunda sterben, weil ich eben kaum andere Mitspieler habe. Dazu ist ein eher kampagnenorientiertes Spiel auch recht zeitintensiv

Dazu kommt der restliche Aufwand für bemalen usw. . Nur die Armee tut es nicht, schön soll es sein, passendes Gelände muß her. Selbst wenn man nicht so irre ist wie Frank, ein gewisser Aufwand ;-)
OK, für z.B. BFG ist der Geländeaufwand recht überschaubar. Aber eine Necromundatruppe möchte ich nicht im vorhandenen Catachan-Dschungel spielen, das paßt eben nicht.

Aktuell halte ich es für anspruchsvoll, 1x die Woche zu spielen. Und das ist nicht viel, um regelfest in mehreren Systemen zu sein. Warum sollte ich also was Neues anfangen, wenn ich kaum das bisherige beherrsche, und die Aussicht habe, ggf. keine ausreichend große Spielergruppe zu haben?
Denke, viele schaffen den Sprung in andere Systeme auch nicht, weil Job, Familie usw. mehr Zeit nehmen als früher. Spätestens, wenn Häuslebau angesagt ist ...

Dazu kommt in DD und Leipzig, das es relativ weit entfernte Cluster sind, mal eben rüberfahren ist nicht für jedermann machbar. Das Problem stellt sich in Ballungsräumen wie Berlin oder gar Ruhrgebiet nicht. Gut erkennbar an der Turnierkarte in T3, da sieht man, wo sich das konzentriert und Abwechslung herrscht.

Die Altersstruktur ist dergestalt, dass ich mich schon deutlich als "Opa" fühle. War letztes Jahr in Darraghs Spieleladen in Dublin zum Gucken - relaxte Atmosphere, ca. 10 Tische besetzt, davon nur 3-4 von GW-Zeug, der Rest unterschiedlich. Zwei Spieler mit sicher deutlich >50 Jahren mit Schlips und Krawatte. Alle erklärfreudig. Sowas fehlt hier, im GW zu spielen fand ich immer zu "krachig", wenn Techno-Mucke im Hintergrund donnert.

Selbst für vergleichsweite weiter verbreitete Brettspiele ist es teilweise schwer, neue Mitspieler zu gewinnen. Und die meisten sind dann doch mit Siedler oder Carcassone zufrieden, und gehen an komplexere wie 18xx nicht ran (auch weil es Stunden braucht für so eine Runde).

Also, irgendwie nix Neues für mich, der Artikel ;-) er beschreibt mein Dilemma ganz gut .

Sumpfteufel

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Re: Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop
« Antwort #3 am: 25. September 2012, 21:40:15 »
Moin,

oha, mit meiner Rechtschreibung steht es heute nicht zum Besten :-(

Kleiner Nachtrag zu
<<
Wenn du nur 3 Leute hast, die das überhaupt spielen, muss nur einer wegfallen, damit die komplette Spielergruppe tot ist. Immer nur gegen den gleichen ist langweilig. Am Ende sind das so kleine Spielergruppen, die jeweils nur bei sich zuhause rumhängen und dort die Spiele machen.
>>

Hier wäre ein Vorteil in historischen Szenarien zu sehen:
nachdem ein gewisser Aufwand in Recherche geflossen ist, ist das Ergebnis (das Setup) mit vertauschten Rollen spielbar, und auch mit "was-wäre-wenn...". Setzt natürlich voraus, das Interesse für die "echten" Abläufe besteht, um diese zu erforschen.

Seinerzeit hatte ich das Problem mit Schach: ich hatte nur einen Spielpartner, wir hatten uns auf Spanische Eröffnung, offen, eingeschossen. Wir brauchten gar keine Grundaufstellung mehr, konnten gleich ab 10ten Zug anfangen. Wurde irgendwann sehr statisch, dann kam ein sehr wilde Rumprobierphase, dann war Ende.

Mich würde durchaus interessieren, ein bestimmtes Ereignis zu erforschen, spielbar umzusetzen, eben ein paar Mal zu spielen, in der Zeit das nächste vorzubereiten. Erfordert und begründet auch den Aufwand, mal ein paar neue Einheiten zu benutzen - statt "ich möchte" eben "was ist verfügbar", das vermeidet die ewig gleiche optimale Bart-Liste.
Lohnt aber auch den Aufwand, die passenden Dinge zu besorgen, da wenigstens ein paar Mal wiederverwendbar.

Ist für historische Setups wie FoW optimal, denn das Ergebnis ist (relativ) bekannt, man kann das eigene Ergebnis daran messen. Ist also ggf.ein Ansporn ...

 

BlackLegion

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Re: Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop
« Antwort #4 am: 26. September 2012, 10:40:29 »
Das mit der niedrigen Verfügbarkeit der Mitspieler kenne ich.
Frühe rhabich ca 1 mal die Woche Epic gespielt. Dann kam ich nach Leipzig und hatte keine Mitspieler mehr. Mittlerweile gibt es ein jährliches Turnier, was meine einzige Möglichkeit darstellt mal wieder Epic zu spielen.

In Leipzig spiele ich nun FoW, halt weil es dafür Mitspieler gibt und bald wohl auch wieder Wh40k weil damit alles angefangen hat (ok eingentlich SpaceQuest als erster Berührungspunkt mit Wh40k und Battletech als erstes Tablwetop) und es hier natütrlich auch gespielt wird.

Neue Systeme sind zwar interessant, aber Geld spielt für mich halt doch eine Rolle und natürlich auch die Zeit, weshalb ich mich nicht auf mehrere Systeme gleichzeitig konzentrieren kann, wenn ich innerhalb erträglicher Zeit was auf die Beine stellen will.

Ein Plus weil es Zeit erspart sind für mich vorgemalte Modelle, wie bei Wings of Glory. Aus dem gleichen Grund gefiel mir auch AT-43, aber dafür gibts einfach keine Spieler.
Wings of Glory aber hat mich als militärgeschichtlich Interessierten jedoch sofort angesprochen, obwohl es hier anfangs keien Mitspieler gab. Aber die Modelle fand ich einfach zu hübsch um zu widerstehen. :D
"Wir sind zurück!"

Sumpfteufel

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Re: Brückenkopf Beitrag zum Thema Tabletop
« Antwort #5 am: 26. September 2012, 19:38:47 »
Mit 40K anfangen und "Geld spielt eine Rolle" ist aber etwas widersprüchlich, gelle?

FoW hat ja den Vorteil, das es vergleichsweise billig ist im Vergleich zu GW, auch Alternativmodelle verfügbar sind, und nicht permanent neue Einheiten erscheinen, die so Top sind, das man sie haben muß. Hier hilft eben die Limitierung durch die Vergangenheit.